Zu den Werken:

Bei den Bildern handelt es sich um Studiofotografien, nicht um Aquarelle oder digitale Grafiken wie oft gedacht wird. Ich arbeite dabei im Grenzbereich des Sichtbaren zwischen Makro- und Mikrofotografie. Die abgebildeten Bereiche sind typischerweise nur wenige Quadratmillimeter groß. Aufgezeichnet wird im Wesentlichen die Ausbreitung von Licht an organischen Oberflächen - oft setze ich Orchideenblüten ein. Die Bilder sind digital kaum nachbearbeitet und können bis zu einer Größe von 180 x 120 cm gedruckt werden.

Ich verwende aktuell wahlweise eine Canon 5D oder eine Nikon D800E, Objektive von Rodenstock oder Schneider-Kreuznach, jeweils in Kombination mit älteren Balgengeräten verschiedener Hersteller.

Vita/Kurzbiographie:

Angela Büttner (1971); aufgewachsen an Nord- und Ostsee, Laborausbildung - Schwerpunkte Mikroskopie und Bildanalyse sowie wissenschaftliche Fotografie;
Studium der Mineralogie - hier intensive Beschäftigung mit optischen und elektronenmikroskopischen Methoden; Promotion in Materialwissenschaft; verschiedene berufliche Stationen im Bereich Wissenschaftsmanagement; mehrjährige berufliche und private Auslandsaufenthalte in England, Spanien und Irland; freiberufliche Tätigkeit als Fotografin mit Schwerpunkt in abstrakter Fotografie.

Thema der künstlerischen Auseinandersetzung:

Beschränkung und Bescheidenheit (Serie: Liquid Light 2012 – 2017)

Trotz unvollständiger Informationen bilden sich Menschen eine Meinung zu Allem was sie hören oder sehen. Sie nehmen augenblicklich und meist unbewusst eine Interpretation vor. Glauben zu wissen - obwohl sie das ablaufende Mustererkennungsprogramm nicht bewusst starten oder stoppen, geschweige denn steuern können.

Meine Aquarelle sind keine Aquarelle. Meine Landschaften sind keine Landschaften. Eigentlich sind sie nicht einmal. Sie entstehen für einen kurzen Augenblick in einem Labor und werden aufgezeichnet.

Diese sehnsuchtsvoll weiten Mikrolandschaften sind für uns aufgrund ihrer Dimension vollkommen unzugänglich. Nur der Einsatz technischer Hilfsmittel ermöglicht uns einen Blick in eine Welt, die äußerst fragil und sehr kurzlebig ist.

Und obwohl diese Welt nichts mit unseren Alltagserfahrungen zu tun hat, meinen wir etwas zu erkennen, erinnern uns, dass wir Ähnliches andernorts schon gesehen haben. Vielleicht erinnern wir uns ja auch daran, dass unsere Welt ähnlich fragil sein könnte.

 

 

Weitere Informationen unter www.nonalux.com